Urlaub im Urlaub – unsere traumhafte Villa bei Saint-Paul-de-Vence
Nach den Tagen an der Küste in Juan-les-Pins und Antibes wollten wir einfach mal raus aus dem Trubel – rein ins Grüne, rein ins ruhige Hinterland.
Und was soll ich sagen? Es war die beste Entscheidung überhaupt.
Wir haben uns für ein paar Tage in eine wunderschöne kleine Villa bei Saint-Paul-de-Vence eingemietet – ein Bed & Breakfast, das fast wie aus einem Provence-Bilderbuch wirkt.
Hier oben in den Hügeln duftet es nach Lavendel, Rosmarin und warmem Stein, und die Sonne taucht alles in dieses goldene Licht, das die Côte d’Azur so besonders macht.
Unser kleines Bed & Breakfast mit Pool
Schon bei der Ankunft war klar: Hier herrscht eine andere Energie.
Kein Straßenlärm, keine Hektik, kein Touristengedränge – nur das Zirpen der Grillen und das leise Plätschern des Pools.
Das B&B hat gerade mal ein paar Zimmer, und jedes Detail ist mit Liebe gemacht. Unser Zimmer war hell, mit weißen Leinenvorhängen, einem kleinen Balkon und Blick auf die Hügel. Die Gastgeber – ein deutsch-französisches Ehepaar – hat uns sofort herzlich begrüßt und uns gleich gezeigt, wo am nächsten Morgen das Frühstück serviert wird: direkt am Pool, zwischen Olivenbäumen und blühendem Lavendel.
Ich hab euch natürlich einen kleinen Rundgang gefilmt – vom Zimmer über den Garten bis zum Pool.
Das Wasser war glasklar, die Sonnenliegen bequem – und das Beste: Wir hatten den Pool die meiste Zeit komplett für uns allein.
Kleine Luxusmomente: Bademäntel & Poolglück
Es sind ja oft die Kleinigkeiten, die einen Aufenthalt besonders machen.
Und hier war das definitiv so. Es gab kuschelige weiße Bademäntel – und ich liebe das einfach! Nach dem Duschen direkt in den Bademantel, barfuß über die Terrasse und dann mit einem Kaffee an den Pool setzen – das ist für mich purer Urlaub.
Warum Saint-Paul-de-Vence so besonders ist
Nach einem entspannten Nachmittag am Pool sind wir am Abend in die nahegelegene Stadt Saint-Paul-de-Vence gefahren – und wenn du diesen Ort noch nicht kennst, musst du ihn unbedingt besuchen.
Saint-Paul-de-Vence ist eines der ältesten mittelalterlichen Dörfer an der Côte d’Azur – umgeben von einer Stadtmauer, auf einem Hügel gelegen und berühmt für seine Künstler, Galerien und den unvergleichlichen Blick über die Provence.
Schon beim ersten Spaziergang durch die Gassen versteht man, warum so viele Künstler hier ihre Inspiration gefunden haben. Picasso, Matisse, Chagall – sie alle haben in Saint-Paul-de-Vence gelebt oder gearbeitet. Und wenn du durch die steinernen Bögen läufst, spürst du diese kreative Energie förmlich in der Luft.
So kommst du nach Saint-Paul-de-Vence
Falls du selbst mal herkommen möchtest, ist die Anreise super unkompliziert:
Vom Bahnhof Cagnes-sur-Mer fährt der Bus 655 direkt nach Saint-Paul-de-Vence.
Die Fahrt dauert etwa 30 Minuten, das Ticket bekommst du beim Fahrer oder ganz bequem in der App.
Wir sind übrigens auch mit diesem Bus gefahren – sowohl vom Bahnhof als auch einmal von unserem B&B aus. Der Weg ist zwar landschaftlich wunderschön, aber teilweise recht steil – also perfekt, wenn man sich das Schwitzen sparen will.
Und keine Sorge: Die Haltestelle liegt direkt am Ortseingang, sodass du sofort in die Altstadt hineingehen kannst.
Ein Abend voller Stimmung & Sonne
An unserem ersten Abend dort haben wir es ganz gemütlich angehen lassen.
Wir sind einfach durch die Gassen geschlendert, haben die kleinen Boutiquen und Galerien bestaunt und zwischendurch immer wieder den Blick über das Tal genossen.
Die Sonne stand schon tief, und dieses warme Licht hat die Steinmauern golden leuchten lassen – einfach wunderschön. Überall blühten Oleander und Bougainvillea in satten Farben, und die Luft war erfüllt von Musik und dem Duft nach frischem Brot und Kräutern.
Kurz vor Sonnenuntergang haben wir uns auf die kleine Mauer am Aussichtspunkt gesetzt und einfach den Moment genossen. Ich schwöre, es war einer dieser magischen Momente, in denen man alles vergisst – Zeit, Termine, Alltag – und einfach nur da ist.
Kulinarische Abenteuer (und kleine Pannen)
Natürlich wollten wir auch was essen – immerhin ist man in Frankreich!
Ich hatte mir im Vorfeld ein paar Läden rausgesucht, darunter einen kleinen Sandwich-Shop, der richtig gute Bewertungen hatte. Leider war der Plan schnell dahin: Der Laden hatte zwar offiziell noch geöffnet, aber „rien de frais“ – keine frischen Zutaten mehr.
Das ist so ein typisches Ding in kleineren Orten: Ab 18 Uhr wird es schwierig, spontan etwas zu essen zu bekommen, vor allem, wenn man nicht in ein Restaurant gehen möchte.
Viele Cafés und Bistros schließen früh oder bieten abends nur noch Getränke an.
Ich hatte ehrlich gesagt keine Lust auf ein großes Abendessen, weil alles rappelvoll war – der nächste Tag war nämlich ein Feiertag, und die Restaurants waren komplett ausgebucht.
Aber dann hatten wir Glück: Eine kleine Eisdiele mit Crêpes und Galettes hatte noch offen.
Wir bestellten zwei herzhafte Crêpes – mit Käse, Schinken und Ei – frisch zubereitet, goldbraun gebacken, mit geschmolzenem Käse und knusprigen Rändern. Dazu ein kühles Getränk – und plötzlich war alles perfekt.
Manchmal sind es genau diese improvisierten Abende, die in Erinnerung bleiben.
Frühstück am Pool – der perfekte Start in den Tag
Am nächsten Morgen erwartete uns das, worauf ich mich schon am meisten gefreut hatte: Frühstück am Pool.
Croissants, frisches Baguette, hausgemachte Marmelade, Käse, Obst und Kaffee aus großen französischen Schalen – einfach himmlisch.
Die Sonne war noch mild, das Wasser spiegelglatt, und der Duft nach Kaffee und frischem Brot hing in der Luft.
Kein Wunder, dass ich fast eine Stunde dort gesessen bin, bevor ich überhaupt an Schwimmen gedacht habe.
Ich glaube, genau das ist das, was man an der Côte d’Azur manchmal vergisst: dass der wahre Luxus nicht immer teuer sein muss – manchmal ist er einfach nur Ruhe, Sonne und gutes Frühstück.
Tipps für deinen eigenen Aufenthalt
Falls du selbst so einen kleinen „Urlaub im Urlaub“ planst, hier ein paar Tipps aus meiner Erfahrung:
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🏡 Unterkunft: Schau nach kleinen Bed & Breakfasts oder Villen mit wenigen Zimmern – die sind oft viel persönlicher und günstiger als Hotels.
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🚗 Anreise: Am besten mit dem Auto oder Mietwagen, damit du flexibel bist.
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🚍 Öffis: Alternativ fährt der Bus 655 regelmäßig zwischen Cagnes-sur-Mer, Saint-Paul-de-Vence und Vence.
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🍽️ Essen: Wenn du abends essen möchtest, reserviere lieber vorab – viele Lokale schließen früh oder sind schnell voll.
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🌅 Sonnenuntergang: Unbedingt zum Aussichtspunkt an der Stadtmauer gehen – die Lichtstimmung dort ist atemberaubend.
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🏊 Packliste: Badesachen nicht vergessen – viele Unterkünfte haben tolle Pools, und im Sommer ist es heiß genug für ein Abendbad.
Fazit: Ruhe, Charme & französisches Lebensgefühl
Diese Tage in unserer kleinen Villa bei Saint-Paul-de-Vence waren für mich der Inbegriff von Entschleunigung.
Nach all dem Trubel an der Küste war das genau die richtige Mischung: Sonne, Stille, ein gutes Buch am Pool und kleine Ausflüge in die Umgebung.
Saint-Paul-de-Vence selbst ist wie eine Zeitreise – ein Ort voller Geschichte, Kunst und Charakter. Und kombiniert mit einem B&B mitten im Grünen wird daraus dieses Gefühl von „Urlaub im Urlaub“, das man so schnell nicht vergisst.
Wenn du also das nächste Mal an der Côte d’Azur bist, mach unbedingt einen Abstecher hierher. Es lohnt sich – für den Kopf, fürs Herz und für die Seele.
