Geheimnisvolle Mönchsinsel Saint-Honorat: Ein idyllischer Tagesausflug vor Cannes

Du suchst eine kleine Auszeit vom hektischen Alltag, umgeben von Natur, Geschichte und einer entspannten Atmosphäre? Dann ist die Mönchsinsel Saint-Honorat vor der französischen Riviera genau das Richtige für dich! In diesem Beitrag nehme ich dich mit auf eine Reise zur geheimnisvollen Insel, verrate dir spannende Fakten und gebe dir Insider-Tipps, wie du deinen Ausflug perfekt planst. Los geht’s!



Anreise nach Cannes und die erste Stärkung

Der Start unserer Tour beginnt in Cannes, dem berühmten Filmfestival-Ort an der Côte d’Azur. Von hier aus geht es mit dem Zug in die Innenstadt, um sich erstmal mit ein paar leckeren Snacks einzudecken. Meine absolute Lieblingsbäckerei dort ist die Boulangerie Le Saint Antoine am Place Bernard Cornut-Gentille, Nummer 6. Hier findest du nicht nur köstliche belegte Baguettes, sondern auch feine Patisserie-Törtchen – perfekt für den kleinen Hunger unterwegs.

Das Interieur der Bäckerei ist charmant und lädt zum Verweilen ein, vor allem morgens, wenn die Franzosen entspannt ihr Frühstück genießen. Auch wir statten uns hier gerne aus, denn bevor es aufs Boot geht, soll niemand hungrig bleiben.



Mit dem Boot zur Mönchsinsel Saint-Honorat

Vom Hafen in Cannes aus ist es nur ein Katzensprung bis zur Insel. Die Tickets kannst du direkt am Hafen an den Verkaufsständen kaufen oder bequem online reservieren. Ein Ticket kostet vor Ort etwa 22 Euro, online bekommst du es oft schon für 20,50 Euro. Das Beste: Die Tickets sind tagesgebunden, aber nicht an eine bestimmte Uhrzeit gebunden. So bleibst du flexibel und kannst ganz entspannt anreisen.

Die Bootsfahrt dauert circa 20 bis 25 Minuten und bietet dir einen wunderschönen Blick auf das glitzernde Mittelmeer sowie die vorgelagerten Inseln. Saint-Honorat ist die kleinere der beiden Inseln, die zusammen mit der größeren Schwesterinsel Saint-Marguerite die Inselgruppe der Lérins-Inseln bilden. Zwischen den beiden Inseln liegen nur 750 Meter – ein wahres kleines Paradies, autofrei und voller Ruhe.



Insel-Insights: Saint-Honorat und Saint-Marguerite

Saint-Honorat misst etwa 1,5 Kilometer Länge und rund 400 Meter Breite – also perfekt überschaubar für eine gemütliche Umrundung zu Fuß in etwa einer Stunde. Die größere Schwester Saint-Marguerite ist etwa 3,5 Kilometer lang und bis zu 900 Meter breit, sodass du dort gut zwei bis zweieinhalb Stunden für eine Erkundung brauchst.

Beide Inseln sind autofrei, was die Atmosphäre unglaublich entspannt macht. Auf dem Wasser zwischen den Inseln tummeln sich im Sommer zahlreiche Boote, die das klare Meer genießen – ein perfekter Ort, um dem Trubel des Festlands zu entfliehen.



Wandern und Entdecken auf Saint-Honorat

Auf Saint-Honorat startet der Hauptweg im Norden der Insel, dort wo auch das Boot anlegt. Ein gut ausgeschilderter Pfad führt einmal rund um die Insel – meist nah am Wasser entlang, mit schattigen Abschnitten unter Kiefern und hübschen Felsen. Immer wieder laden kleine Sitzbänke mit Meerblick zum Pausieren ein.

Im Süden der Insel steht eine beeindruckende, festungsähnliche Ruine, die einst zum Schutz der Mönchsgemeinschaft gegen Piraten und Seeräuber erbaut wurde. Leider war die Festung bei unserem Besuch teilweise in Renovierung, aber die imposante Kulisse und der Blick aufs offene Meer sind beeindruckend.




Kulinarische Pause mit Meerblick

An der Ostseite der Insel gibt es ein kleines Restaurant mit einer Terrasse direkt am Wasser – perfekt, um nach dem Spaziergang eine Pause einzulegen. Wir haben hier unsere mitgebrachten Snacks von der Bäckerei genossen und dabei den kleinen Hafen mit seinen an- und ablegenden Booten beobachtet. Es ist ein ruhiger, idyllischer Ort, an dem man wunderbar abschalten kann.




Spirituelle Ruhe und Klostergeschichte

Das Herzstück der Insel ist das Kloster von Saint-Honorat, das auf eine beeindruckende Geschichte zurückblickt: Gegründet wurde es bereits im Jahr 405 nach Christus! Heute leben hier noch etwa 20 bis 30 Mönche, die einen strikten Tagesablauf haben, der mit den sieben täglichen Gebeten von früh morgens bis abends verbunden ist.

Die Mönche bewirtschaften Weinberge, Olivenhaine und Kräutergärten. Pro Jahr produzieren sie etwa 32.000 Flaschen Wein und mehrere hundert Liter Olivenöl, die im kleinen Klosterladen verkauft werden. Auch Zitronenliköre gehören zu ihrem Sortiment. Einige Lebensmittel bauen sie selbst an, wie Obst, Gemüse, Honig und Brot aus der eigenen Bäckerei. Für andere frische Produkte, wie Milchprodukte oder Medikamente, sorgt eine wöchentliche Lieferung vom Festland.




Geheimnisvolle Atmosphäre & versteckte Schätze

Auf der Insel findest du überall alte Gemäuer, kleine Kapellen und mystische Ecken. Wir hatten das Glück, einem Mönchsgottesdienst beizuwohnen – ein ganz besonderes Erlebnis, das einen Einblick in die spirituelle Welt der Gemeinschaft gibt.

Besonders spannend ist ein alter Bunker am Weg, der ziemlich „creepy“ wirkte, fast wie aus einem Abenteuerfilm. Der massive befestigte Turm am Südzipfel der Insel wirkt fast wie ein stiller Wächter, errichtet im 11. Jahrhundert zum Schutz der Gemeinschaft.

Beim Tor zum Kloster entdeckst du vier dunkle Figuren in der Mauer – einst waren es wohl fünf, aber eine fehlt bis heute. Niemand weiß genau warum, was dem Ort eine geheimnisvolle Aura verleiht.



Tipps für deinen Besuch

  • Beste Besuchszeit: Frühling bis Herbst, um das angenehme Klima zu genießen. Im Sommer kann es auf den Wegen recht sonnig und warm werden.

  • Mitbringen: Bequeme Schuhe für den Spaziergang, Sonnenschutz und eine Wasserflasche.

  • Essen & Trinken: Entweder Snacks aus Cannes mitnehmen oder das kleine Restaurant auf der Insel besuchen.

  • Tickets: Am besten online kaufen, um Wartezeiten zu vermeiden.

  • Aktivitäten: Neben dem Wandern und Sightseeing gibt es geführte Touren und spirituelle Seminare, die du vorab buchen kannst.

  • Toiletten: Sind beim Bootsanleger vorhanden, also keine Sorge.

  • Fototipps: Der Mittelweg entlang der Weinberge bietet tolle Motive mit Meerblick und grüner Landschaft.



Fazit: Ein kleines Paradies zum Abschalten

Saint-Honorat ist ein magischer Ort, der Geschichte, Natur und Ruhe perfekt vereint. Ob du alleine kommst, mit der Familie oder Freunden – die Insel bietet dir eine kleine Auszeit vom Alltag mit einer ganz besonderen Atmosphäre. Autofrei, idyllisch und voller spannender Geschichten – hier kannst du wandern, die frische Meeresluft genießen und in die Welt der Mönche eintauchen.

Ich werde auf jeden Fall wiederkommen, denn dieser Ort hat mich tief beeindruckt und inspiriert. Wenn du mal an der Côte d’Azur bist, setz Saint-Honorat ganz oben auf deine Liste!

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